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Einführung ins Apnoetauchen

Wenn du diesen Artikel liest, bist du wahrscheinlich neugierig auf diese besondere Art des Tauchens oder möchtest sogar selbst in die Tiefen der Ozeane eintauchen, ohne auf Atemgeräte angewiesen zu sein. Lass uns gemeinsam in dieses Abenteuer eintauchen!

Was ist Apnoetauchen?

Apnoetauchen, auch als Freitauchen bekannt, ist die Kunst des Tauchens, bei der man nur den Atem anhält und ohne die Hilfe von Atemgeräten unter Wasser bleibt. Es ist klarerweise eine der ältesten Formen des Tauchens und wurde von antiken Zivilisationen für die Jagd, das Sammeln von Meeresfrüchten und sogar als Kriegstaktik verwendet.

Warum Apnoetauchen?

Viele Menschen fühlen sich vom Apnoetauchen angezogen, weil es eine tiefere Verbindung zum Ozean und zur eigenen Atmung ermöglicht. Es ist eine meditative Erfahrung, bei der man die Stille des Meeres genießen und sich auf den eigenen Körper und Geist konzentriert. Darüber hinaus bietet das Apnoetauchen die Möglichkeit, die Unterwasserwelt ohne die Geräusche und Einschränkungen von Atemgeräten zu erleben.

Physiologie des Apnoetauchens:

Atemtechniken: Bevor man ins Wasser geht, ist es wichtig, sich durch tiefe Atemzüge auf das Apnoetauchen vorzubereiten. Dies hilft, den Körper mit Sauerstoff zu sättigen und Kohlendioxid abzubauen. Es gibt verschiedene Atemtechniken, aber eine gängige Methode ist das sogenannte „Bauchatmen“, bei dem man tief in den Bauch atmet, gefolgt von einer vollständigen Ausatmung.

Atemkontrolle: Während des Tauchgangs ist es wichtig, ruhig und entspannt zu bleiben, um den Sauerstoffverbrauch zu minimieren. Das Training der Atemkontrolle hilft, den Atemreflex zu verzögern und die Tauchzeit zu verlängern.

Der Tauchreflex

Dies ist ein angeborener Reflex, der bei Menschen und anderen Säugetieren auftritt, wenn das Gesicht in Kontakt kommt mit kaltem Wasser. Der Reflex bewirkt eine Verlangsamung der Herzfrequenz und eine Verengung der Blutgefäße, wodurch der Sauerstoffverbrauch reduziert wird. Dies ermöglicht längere Tauchzeiten. Der Tauchreflex ist bei Kindern stärker ausgeprägt und nimmt mit dem Alter ab, kann aber durch Training verbessert werden.

Druckausgleich und dessen Techniken

Während des Abstiegs erhöht sich der Druck, was zu einem unangenehmen Gefühl in den Ohren führt. Um diesen Druck auszugleichen, verwenden Apnoetaucher verschiedene Techniken. Eine gängige Methode ist die kürzere Version des Valsalva-Manöver, bei dem man versucht, durch die Nase auszuatmen, während man Mund und Nase geschlossen hält. Eine andere Technik ist das Frenzel-Manöver, bei dem man den Rachen schließt und die Zunge nach oben drückt.

Es ist wichtig, den Druck regelmäßig und vor allem langsam auszugleichen, um Barotraumata oder Verletzungen zu vermeiden. Beim Auftauchen ist kein Druckausgleich notwendig.

Die Physiologie des Apnoetauchens ist faszinierend und komplex. Durch das Verständnis dieser Prozesse und das Training der richtigen Techniken kann man sicherer tauchen und die Wunder der Unterwasserwelt in vollen Zügen genießen. Es ist immer ratsam, sich von einem erfahrenen Apnoetaucher oder Trainer schulen zu lassen, um die besten und sichersten Praktiken zu erlernen.

Psychologie des Apnoetauchens

Das Apnoetauchen ist nicht nur eine physische Herausforderung, sondern auch eine tiefgreifende psychologische Erfahrung. Es erfordert nicht nur körperliche Fitness und technisches Können, sondern auch mentale Stärke und Disziplin. Beim Apnoe Tauchen gibt es einen selbst und NUR einen selbst. Wenn ausgereizt, gilt hier daher der Kampf (obwohl ich dieses Wort wirklich nur ungern verwende) mit einem selbst. Bewusstsein und Unterbewusstsein verfolgen unterschiedliche Ziele, zwischen Atmen und Anhalten. Hier sind einige der psychologischen Aspekte, die mich beim Apnoetauchen begleiten:

Überwindung von Ängsten:

 

Klingt vielleicht am Anfang unglaubwürdig. Vielleicht liest es sich auch etwas leichter entspannt vor dem Computer oder dem Handy, doch das Eintauchen in die Tiefe des Ozeans ohne Atemgerät kann beängstigend sein. Apnoe tauchen beginnt vielleicht an Orten, an denen du den Meeresgrund noch unter dir siehst, Apnoetauchen kennt jedoch in Richtung Tiefen förmlich keine Grenzen. Wenn du also in 10 Grad kaltes Wasser springst, mit unter dir 40 oder 50 Metern Tiefe, ohne Wissen, was für Flora und Fauna dich erwarten wird, kann das schnell zu einem schnelleren Herzschlag führen. Und wie bereits oben angedeutet, ein schneller Herzschlag ist nicht gerade förderlich im Apnoesport. Viele Taucher müssen daher zuerst ihre natürlichen Ängste und Unsicherheiten überwinden, um sich voll und ganz auf das Erlebnis einzulassen.

Meditation und Achtsamkeit:

Apnoetauchen ist oft als meditative Erfahrung beschrieben worden. Die Stille und Ruhe unter Wasser ermöglichen es, sich voll und ganz auf den Moment zu konzentrieren. Diese Achtsamkeit hilft, den Geist zu beruhigen und den Körper zu entspannen, was wiederum zu längeren und angenehmeren Tauchgängen führt. Probiere es in einem See oder ruhigeren Schwimmbecken aus, umso länger du unter Wasser bleibst, umso intensiver das Erlebnis. Es kann sogar sein, dass du deinen Herzschlag beginnst wahrzunehmen.

  • Sicherheitshinweis: Tauche nie alleine! Tauch immer im „Buddy“ Prinzip und sprich dich mit einem Freund oder einer Freundin klar über die Kommunikationszeichen Unterwasser ab.

Selbstkenntnis:

Beim Apnoetauchen lernt man nicht nur den Ozean kennen, sondern auch sich selbst. Man wird sich seiner physischen Grenzen, seiner Atmung und seiner Reaktionen auf Stress und Druck bewusst. Beim Apnoetauchen gilt ein ständiges Ausverhandeln zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein. Währen bewusst die Luft angehalten wird (bis förmlich zur Maximalzeit) ist das Unterbewusstsein ständig am Erinnern zur Atmung.

Umgang mit Stress:

Unter Wasser können unerwartete Situationen auftreten, die schnelles Denken und Handeln erfordern. Das Training im Apnoetauchen lehrt, wie man in stressigen Situationen ruhig bleibt und effektiv reagiert. Diese Fähigkeiten sind nicht nur beim Tauchen nützlich, sondern können auch im täglichen Leben angewendet werden. Schon einmal frech von der Seite angefahren worden? Oder wirst du manchmal einfach von Dingen überrumpelt und fühlst dich machtlos? Tja, Stress-Rescue Kurse könnten dann eine wahre Wunderwirkung zeigen.

Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit:

Wie bereits oben angedeutet, Apnoetauchen ist und bleibt ein Gemeinschaftssport. Auch wenn die Leistung von die alleine abzurufen ist, so gilt es stets um Sicherheit und Vertrauen. Die Regel „tauche nie allein“ ist unbedingt einzuhalten. Durch dieses Vertrauen teilen Apnoetaucher oft eine tiefe Verbindung und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Sie teilen ähnliche Erfahrungen, Herausforderungen und Triumphe, die zu starken Bindungen und einer unterstützenden Gemeinschaft führen.

Respekt für die Natur:

Das Eintauchen in die Unterwasserwelt führt oft zu einem tieferen Respekt und einer Wertschätzung für die Natur. Während das Gerätetauchen bereits ein Endringen in neue Bereiche ermöglicht, ist das Apnoetauchen eine unbeschreibbare Verbindung zwischen Mensch und Natur. Hier wird die Zerbrechlichkeit des Meeresökosystems und der Notwendigkeit, es zu schützen, klar.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Psychologie des Apnoetauchens tief und vielschichtig ist. Es bietet eine einzigartige Gelegenheit, sich selbst und die Welt um sich herum aus einer neuen Perspektive zu sehen. Es ist eine Reise der Selbstentdeckung, des Abenteuers und der Verbindung zur Natur.

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